Mai 18

Wenn ich den Mac Mini meiner Freundin warte, fällt mir immer der mit Icons übersäte Desktop, der volle Download-Ordner und der ungeleerte Papierkorb auf. Dabei ist das Aufräumen des Rechners doch so viel einfacher als das Aufräumen in der realen Welt — eine Disziplin, in der sie mir weit überlegen ist.

Wem es ähnlich schwer fällt, Dateien an den richtigen Platz zu legen und altes Zeug loszuwerden, dem sei Hazel empfohlen. Die Software für ein sauberes System installiert sich als Systemeinstellung mit einem passenden Feudel-Icon. Hier werden die drei wichtigen Aspekte definiert, die Hazel betrachtet, um Ordnung im Wust der Dateien zu halten: Ordner, Regeln und Aktionen. Sobald Hazel läuft, überwacht es die eingetragenen Ordner und für jeden kann man einen Satz von Regeln anlegen, bei deren Eintritt bestimmte Aktionen ausgeführt werden.

So überwache ich zum Beispiel meinen Download-Ordner mit der Regel “Dateityp: Bild” und der Aktion “In Ordner ‘Bilder’ verschieben”. Sobald in “Download” eine Datei im Format JPEG, PNG oder einem anderen Bildformat abgelegt wird, verschiebt Hazel sie sofort in den genannten Zielordner.

Regeln können für die verschiedenen Dateiattribute wie Dateiname, Dateityp, Alter oder Dateigröße definiert werden. Als Aktionen kann eine Datei unter anderem geöffnet, gelöscht, verschoben oder kopiert werden. Außerdem kann Hazel beauftragt werden, das Farbetikett oder Kommentar und Schlüsselworte für Spotlight zu ändern. Mediendateien können automatisch in iTunes, Bilder in iPhoto importiert werden. Noch mehr Möglichkeiten eröffnet das Auslösen von AppleScript- oder Automator-Automatismen.

Weitere Beispiele, wie ich Hazel einsetze:

  • Fertig heruntergeladene Audible-Hörbücher (Endung “.aa”) werden sofort in iTunes importiert.
  • Liegt eine Datei länger als 2 Wochen im Ordner “Temp”, wird sie gelöscht.
  • Wenn ich in Safari einen BitTorrent-Link anklicke, wird die Torrent-Datei zur Übergabe an Transmission auf den Desktop heruntergeladen. Hier bleibt sie aber nur eine Minute lang liegen, bevor Hazel sie wegwirft.

Auch den Papierkorb hat Hazel fest im Griff: Abfall, der älter als eine bestimmte Frist ist, wird von Hazel auf Wunsch automatisch endgültig entfernt. Die “App Sweep”-Funktion achtet auf weggeworfene Anwendungen und entfernt nach Bestätigung durch den Benutzer auch deren verwaiste Systemdateien.

Einen weiteren Blick auf Hazel wirft das Lifehacker-Blog im Artikel Set Up a Self-Cleaning Mac with Hazel.

Mir hilft Hazel sehr, Desktop und Verzeichnisse sauber und die Plattenkapazität hoch zu halten. Ich wünschte, ich könnte mein reales Zeug auf ähnlich preisgünstige und unkomplizierte Weise aufräumen lassen!

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Mai 04

Schon lange habe ich jetzt hier einen Account, jetzt kann ich diesen endlich mal benutzen um mich vorzustellen. Ich heiße Bernhard, bin 23 und seit Anfang Februar stolzer Besitzer eines kleinen schicken MacBook. Jochen kenne ich schon von mehreren Projekten, zuletzt von einem Linux-Nachrichten-Portal.

Nachdem ich über Windows zu Linux gekommen bin musste jetzt was neues her. Ich werde hier wohl in nächster Zeit vermehrt darüber berichten wie die Webentwicklung mit einem Mac so Spaß macht. Außerdem plane ich in nächster Zeit Anwendungen für meinen iPodTouch und somit auch für das iPhone zu entwickeln. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie der Mac mich und meine Arbeit prägt und freue mich darauf darüber zu berichten.

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Apr 10

Auf “Tekzilla Daily”, einem englischsprachigen Videopodcast, stellte Veronica Belmont am 31. März zwei nützliche Tipps für den Umgang mit dem Dock vor, die nicht jeder kennt:

  1. Wer das Dock nicht grundsätzlich ausblenden lässt, kann es bei Bedarf verstecken: Durch Betätigen der Tastenkombination “Command-Option-D” lässt man das Dock wechselweise verschwinden und wieder auftauchen. Mir hilft diese Funktion oft, wenn ein Fenster ins Dock hineinragt und ich deshalb nicht an den Anfasser für die Fenstergröße komme.

  2. Wenn der Desktop schon voller Fenster und beim Start einer neuen Anwendung zu befürchten ist, dass nun alles im Chaos versinkt, kann man beim Klick auf das Icon des Programms die Tasten “Command” und “Option” festhalten. Daraufhin wird die Anwendung gestartet, vorher aber noch werden alle bereits angezeigten Fenster versteckt.

Hier ist die Folge im Original:

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Feb 04

Vier Wochen Peru — viel Zeit, endlich mal wieder ausführlich Blogeinträge zu schreiben, insbesondere für dieses Blog. Das dachte ich im Dezember und begann, meinen eigens für diesen Urlaub gebraucht gekauften PowerBook einzurichten.

In Südamerika angekommen stellte sich dann auch schnell die Lust zum Schreiben ein — zusammen mit der Erkenntnis, dass sich alle meine Entwürfe im Verzeichnis Library/Application Support/MarsEdit des heimischen MacBook Pro befinden, das ich zu kopieren übersehen hatte.

Ich fing schnell an, meinen Ärger in kreative Energie umzuwandeln und mir die Frage zu stellen: Wie kann ich meine Blogartikel so ablegen, dass ich auf allen meinen Rechnern jederzeit auf den aktuellen Bearbeitungsstand zugreifen und letztlich die Einträge online stellen kann?

Mein Lösungsansatz war es, das Verzeichnis mit den Entwürfen zwischen den Rechnern zu synchronisieren, und zwar möglichst selbsttätig. Als Alternativen stellten sich Apples Dienst MobileMe mit seiner iDisk sowie Dropbox. Nach kurzer Suchmaschinen-Recherche zur Qualität der iDisk fiel meine Entscheidung schließlich auf Dropbox. Der Dienst fügt sich nahtlos ins System ein, ist für alle gängigen Betriebssysteme erhältlich, arbeitet völlig transparent im Hintergrund und bietet schon in der kostenlosen Variante mit 2GB ausreichend Speicherplatz für meine Zwecke. Änderungen an Dateien werden schnellstmöglich zum Dropbox-Dienst im Internet übertragen und auf den anderen Rechnern nachgezogen, sobald diese online sind.

Eine detaillierte Besprechung von Dropbox gibts grade frisch auf OS X Freeware.

Mein Problem vereinfachte sich weiter durch meine Entscheidung, statt MarsEdit künftig TextMate mit seinem Blogging-Bundle einzusetzen, denn statt mit XML-Dateien habe ich es jetzt nur noch mit simplen Textfiles im Markdown-Format zu tun.

Diese Texte lege ich in einem Ordner “Writing” unter dem jeweiligen Blognamen ab und Dropbox sorgt dafür, dass er sich auf jedem meiner Rechner gleich darstellt. Ein Mausklick (wie er jetzt unmittelbar bevorsteht) befördert den Eintrag in das jeweilige Blog und anschließend versehe ich den Namen der Datei mit einem führenden Unterstrich, um zu kennzeichnen, dass sie veröffentlicht wurde.

Seither hat sich die Kombination aus Dropbox und TextMate bewährt — wie man an den neuen Einträgen auf meinen Blogs sieht.

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Jan 20

Es herrschte viel zu lange Funkstille in diesem Blog. Ich hab sogar schon Übernahmeangebote bekommen!

Jetzt, wo ich nach der Geburt meiner Tochter im letzten Sommer hoffentlich wieder mehr Zeit finde, und vor allem, weil ich kürzlich auch meinen Bruder von der Qualität der Apple-Plattform überzeugen konnte, wird es Zeit, diese Funkstille zu brechen!

Anfangen möchte ich mit den Hinweis auf den Artikel “10 Essential Mac Apps To Install After Formatting v2“, der 10 Anwendungen auflistet, die MakeUseOf für unverzichtbar hält:

  1. Sequential (Bilder-Browser, Alternative zu “Vorschau”)
  2. Inquisitor (Safari-Erweiterung für effizientere Suche)
  3. iStat Menus (Ressourcen-Anzeige in der Menüleiste)
  4. TeamViewer oder Schnitz Remote Lite (für Fernunterstützung)
  5. NTFS-3G oder MacFUSE (Lesen von NTFS-Partitionen)
  6. AppCleaner (Sauberes Entfernen von Programmen)
  7. OpenOffice (Textverarbeitung & Co.)
  8. Evernote (Notiz- und Dateisammlung im Internet)
  9. Secrets (versteckte Systemeinstellungen)
  10. Skitch (Speichern und Veröffentlichen von Screenshots)

iStat Menus, AppCleaner, OpenOffice, Evernote und Skitch gehören zum Standard-Satz, den ich jedem neuen Mac unter meiner Fuchtel verpasse. Die anderen werde ich mir mal genauer anschauen.

Welche Anwendungen installiert denn ihr sofort nach dem Start eines fabrikfrischen Mac?

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Aug 19

Apple ist — zu Recht — noch immer nicht zufrieden, wie der .Mac-Nachfolger funktioniert. In vielen Punkten bleibt MobileMe noch immer hinter den Erwartungen der Anwender, aber auch hinter den Versprechen von Apple, zurück.

Deshalb hat sich Apple erneut entschieden, das Zeitguthaben der MobileMe-Abonnenten kostenlos zu erhöhen. Jeder MobileMe-Abonnent erhält damit zusätzliche 60 Tage.

Im KnowledgeBase-Artikel MobileMe: Supplemental 60-day extension eligibility and details erklärt der Hersteller:

Why is Apple granting a 60-day subscription extension? The transition from .Mac to MobileMe was rockier than we had hoped. While we are making a lot of improvements, the MobileMe service is still not up to our standards. We are extending subscriptions 60-days free of charge to express appreciation for our members’ patience as we continue to improve the service.

Am I eligible for the 60-day extension? You are eligible if you are a MobileMe member whose account was active as of August 19, 2008 at 0:00 Pacific Daylight Time.

Ich halte das für einen guten Schritt, denn im Vergleich zu manchem kostenlosen Dienst steht MobileMe aktuell bei weitem noch nicht überlegen da. Und angesichts vollmundiger, aber nicht eingelöster Ankündigungen wie der für die Push-Funktion tut Apple gut daran, ihre Kunden nicht für die Teilnahme an einem Betatest auch noch bezahlen zu lassen.

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Aug 14

Es muss etwas Besonderes an Apple-Rechnern sein, wenn der Axel-Springer-Verlag mehrere tausend Arbeitsplätze in Zukunft mit ihnen ausstatten will. Dr. Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, erklärt die Beweggründe der technologischen Neuorientierung wie folgt:

Die Umstellung auf Apple ist für uns nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern wichtiger Beschleuniger der kulturellen Modernisierung im Unternehmen.

Der Mac als Beschleuniger der kulturellen Modernisierung im Unternehmen — das ist doch mal was anderes als nur bunte Icons!

(Via Readers Edition)

PS: Auch die Tagesschau fand die Entscheidung interessant.

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Aug 08

Eine der ersten Fragen, die sich neue Nutzer der Mac-Plattform stellen, ist: “Welche Software sollte ich als erstes installieren?” Eine gute Antwort liefert Mac Life Online im Artikel “10 hilfreiche Gratis-Mac-Tools für Switcher:

  1. Quicksilver (Programmstarter, s. Quicksilver macht die Maus arbeitslos)
  2. Adium (Instant Messaging)
  3. Growl (Desktop-Benachrichtigungen, s. Stets auf dem Laufenden mit Growl)
  4. Seashore (Bildbearbeitung)
  5. TinkerTool, Onyx (Systemeinstellungen)
  6. ClamXav (Antivirus)
  7. NetNewsWire (RSS-Offline-Reader)
  8. Cyberduck (FTP)
  9. TextWrangler und Co. (Texteditor)
  10. Skim (PDF-Viewer)

Der Artikel schließt mit der Erkenntnis, die sich auch bei den Mac-Einsteigern schnell einstellt:

Viele Funktionen, für die man bei Windows externe Programme gebraucht hat, sind in Mac OS X bereits integriert. So lassen sich etwa mit dem Finder ohne Zusatzprogramme CDs und DVDs brennen, mit TimeMachine Backups erstellen, mit iPhoto die eigene Fotosammlung verwalten sowie mit Mail und dem Adressbuch die Kommunikation abwickeln – und mit iCal Termine planen. Wer mehr will, kann dann auf zahlreiche weitere Programme für den Mac zurückgreifen – Anlaufstellen für die weitere Suche sind etwa Versiontracker, Macupdate oder iusethis.

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Jun 21

Immer mehr Anwendungen, die früher allein mit Desktop-Applikationen erledigt wurden, verlagern sich ins World Wide Web. Damit wird der Browser zur Universal-Applikation und die Anzahl gleichzeitig offener Fenster oder Tabs steigt und steigt. Leider steigt damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine der offenen Websites den gesamten Browser blockiert. Auch die Integration mit dem Mac-OS-Desktop fehlt, zum Beispiel die Verbindung zu Growl.

Abhilfe schafft Fluid. Fluid nutzt Webkit, die Browser-Engine von Apple, um sogenannte “Site Specific Browsers” zu erzeugen. Nötig ist dazu lediglich die URL der Website und ein hübsches Icon, zum Beispiel aus der Fluid-Gruppe auf Flickr.

Daraufhin erzeugt Fluid eine für die betreffende Website spezifische Browser-Applikation, die getrennt von Firefox und Safari ausgeführt und beendet werden kann.

Fluid

Ein solcher SSB kann noch getunt werden, indem man Userscripts aktiviert, die mit Hilfe des integrierten GreaseKit (Greasemonkey für Webkit) ausgeführt werden. Es gibt zum Beispiel Userscripts, die bei bestimmten Ereignissen Growl-Benachrichtigungen veranlassen.

Auf diese Weise entsteht eine Applikation, die den Eindruck macht, als hätte jemand eine hervorragend designte Desktop-Anwendung für Twitter, Facebook, FriendFeed oder Google Mail entwickelt.

In einer der jüngsten Versionen kam eine neue interessante Funktion hinzu: SSB können jetzt auch in die Menüzeile verlagert werden. Ein Klick auf das Icon lässt dann ein Fenster, zum Beispiel mit den neuesten Digg-Schlagzeilen, aufklappen.

Was Fluid noch so alles kann, könnt ihr am besten im Fluid-Blog nachlesen und, besser noch, euch in zahlreichen Screencasts demonstrieren lassen.

Probiert’s mal aus und schreibt in die Kommentare, wenn und für was ihr Fluid verwendet!

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Apr 24

So.
Leider kam gestern der “Tag des Deutschen Bieres” dem schreiben diesen Artikels in die Quere, nun aber – nach dem der Kater nur noch leise maunzt – gehts tatsächlich los.

Warum das ganze eigentlich?
Ziel der Veranstaltung ist, mit beliebigem Hardwaresetup die TimeCapsule-Funktionalität nachzubilden. Und da ich sicher nicht der einzige bin der sich die “warum geht das nicht auch mit der Hardware die ich schon habe”-Frage gestellt hat kommt das ganze nun hier zusammengefasst an die öffentlichkeit.

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