Nov 29

Hin und wieder komme ich in die Verlegenheit ein Windows booten zu müssen (Steuersoftware, Updatesoftware fürs mobile Endgerät etc…). Ein Dualbootsystem steht für mich nicht zu Debatte, weil einfach zu umständlich.

Ich will Windows in einer VM betreiben. Hierzu gibt es aus meiner Sicht 2 Lösungsansätze:

Gestern habe ich mich im ersten Schritt VMWare Fusion gewidmet. Da mir VMWare nicht fremd ist, ging die Installation des Produktes und das Erstellen einer virtuellen Maschine ratz fatz. Beim Installieren von Windows geht Fusion dem Benutzer sehr schön zur Hand. Für eine schnelles Setup kann man einem Wizzard das gewünschte OS, einen Benutzernamen samt Passwort und den Lizenzkey der Windowsversion mitgeben. Die Installation läuft dann unbeaufsichtigt incl des Setups vor VMWare-Tools, die man im Windows braucht um die VM ordentlich zu verwenden.

Und jetzt kommt das Coole: Windows lässt sich nicht nur innerhalb des “VMWare-Fensters” bedienen, sondern man kann Applikationen (z.B. den InternetExplorer) direkt auf dem OSX-Desktop starten und das Applikationsfenster frei über den Desktop bewegen. Auch der Dateiaustausch per Drag&Drop ist kein Problem. Hier gibts ein paar Screenshots.

Bring Unity to Windows and Mac OS X Say goodbye to the Start menu and Taskbar and run Windows applications directly from the Dock. Minimize Windows applications to the Dock, switch between Windows or Mac applications with Exposé, find and instantly launch any Windows application, drag and drop files between Windows and the Mac, and use familiar Mac keyboard shortcuts to copy and paste between Windows and Mac applications.

Auf mich hat das mächtig Eindruck gemacht. Werde die Tage Parallels antesten und mich dann für eine Lösung entscheiden… oder habe ich eine andere Möglichkeit übersehen?

Nov 28

TimeMachine ist nicht nur ein nützliches, sonder auch ein extrem cooles feature von Leopard. Für alle, die noch nicht in den Genuss kamen es zu benutzen, gibt es hier ein kurzes Filmchen.

Was ich etwas ungeschickt finde ist die Tatsache, dass das Backupdrive per USB gemountet sein muss. Ich möchte mein Backup über das Netz auf irgendein entferntes Storage packen. Hier gibt es eine Lösung:

Auf der Konsole gibt man folgendes ein:

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Nun kann man auch auf “unsupportete” Netzlaufwerke schreiben… Weltklasse!

Nov 28

So nützlich die Maus auch ist — mit der Tastatur geht vieles schneller. Das Problem ist lediglich, die richtigen Kombinationen zu kennen. Eine ideale Ergänzung zum Artikel Akzente setzen ist hierbei die ausführliche Liste produktiver Tastenkombinationen, die usingmac.com vor ein paar Tagen veröffentlicht hat.

Die Liste enthält 200 Tastenkürzel in OS X und gängigen Anwendungen, zum Beispiel für Spotlight, Safari, Front Row und Photoshop.

Wem es zu viel Aufwand ist, alle 200 auswendig zu lernen, der installiert einfach Quicksilver, dann reduziert sich das Ganze auf Ctrl-Space. ;-)

Nov 26

Über die Kommentare in diesem Blog bin ich auf Chistians Apfelblog gestoßen, das mir (als Mac-Neuling) gleich ein paar nette Tricks zum Thema “Docktuning” in Leopard vermittelt hat.

Zum einen, das Tool “PimpMyDoc“, mit dem man selbsterzeugte Themes “unter” das Dock legen und dieses mit nur einem Klick in 2D verwandeln kann.

Weiterhin erläutert Christian, wie man die aufkommende Unübersichtlichkeit der in 10.5 hinzugekommenen “Stacks” bändigt.

Sehr schön.

Jul 09

Noch ringe ich ja ein wenig mit mir, aber wenn ich mich tatsächlich dafür entscheide, mich von meinem Mac Mini zu trennen (der durch den MacBook Pro ja nun ziemlich obsolet wurde), dann muss ich vorher natürlich meine Spuren verwischen. Wer möchte schon, dass ein Folgenutzer in privaten Fotos oder anderen persönlichen Daten stöbert?

Der einfachste Ansatz ist natürlich die Neuinstallation des Systems. Startet man den Mac mit eingelegter OS-X-DVD, und hält man die Taste “C” fest, wird von der DVD gestartet. Wählt man dann an der entsprechenden Stelle “Löschen & Installieren” aus, werden sämtliche Dateien gelöscht und das Betriebssystem neu eingespielt. (Angeblich führen Windows-Anwender sowas ja regelmäßig aus…)

Wer allerdings Wert darauf legt, dass alle Daten unwiederbringlich vernichtet werden, darf sich mit dieser Lösung nicht zufrieden geben. Handelt es sich nämlich um wirklich sensitive Daten, dann reicht das “Löschen” allein nicht. Hier werden zwar die Verweise auf die Dateien entfernt, aber die eigentlichen Festplatteninhalte bleiben unter Umständen erhalten. Mit Software, die eine Festplatte direkt auslesen kann, kommt man immer noch an diese Inhalte heran. Und selbst, wenn Datenbereiche einer Festplatte neu beschrieben werden, bleibt ein gewisser Restmagnetismus erhalten, aus dem sich die vorigen Inhalte restaurieren lassen. Geheimdiensten zum Beispiel steht angeblich die dazu nötige Technik zur Verfügung.

Will man also die Festplatteninhalte ein für allemal vernichten, startet man nach dem Booten mit OS-X-DVD und “C”-Taste das Festplattendienstprogramm. Dort wählt man das entsprechende Volume aus und klickt auf “Löschen”. Unter den “Sicherheitsoptionen” hat man die Wahl zwischen “Daten mit Nullen überschreiben”, “Löschen in 7 Durchgängen” und “Löschen in 35 Durchgängen”. Die erste Variante überschreibt die gesamte Festplatte mit Nullen. Oberflächlich betrachtet sind damit alle Inhalte der Festplatte futsch. Sicher vor Profi-Werkzeugen ist diese einmalige “Entmagnetisierung” allerdings nicht unbedingt; dafür gibt es die “7-Pass”-Variante, die gleich siebenmal über die Platte schrubbt. Das dauert siebenmal länger, ist aber auch siebenmal gründlicher.

Und wer wirklich paranoid ist — und seine Festplatte über einen Tag lang nonstop beschäftigen will –, der wählt die 35 Durchgänge, die wirklich kein Bit auf dem anderen lassen. So jemand ist aber eigentlich besser damit beraten, seine Festplatte einfach zu schreddern oder eine Weile über die Curie-Temperatur zu erhitzen, was garantiert keine Magnetisierung übersteht.

Jan 17

Einen Bildschirmabzug zu machen, erfordert auf dem Mac nur eine Tastenkombination:

  • Den ganzen Bildschirm fotografiert man mit Command+Shift+3.
  • Mit Command+Shift+4 kann man einen rechteckigen Teil des Bildschirms einfangen. Der Mauszeiger wird zu einem Fadenkreuz, mit dem man den gewünschten Bereich durch Klicken und Ziehen mit der Maus auswählen kann.

Das Bild wird als Grafikdatei auf dem Desktop abgelegt. Man braucht also keine zusätzliche Software, um Bildschirmfotos anzufertigen.

Es gibt aber ein Programm, das das Nachbearbeiten von Screenshots vereinfacht: Vor allem bei vielfarbigem Hintergrund fällt zum Beispiel das Freistellen eines Fensters recht schwer. Abhilfe schafft Backdrop. Dieses kleine Programm macht nicht mehr, als ein bildschirmfüllendes Fenster zu öffnen, dessen Farbe man selbst bestimmen kann. So stellt es den idealen Hintergrund zur Verfügung, um einen Schnappschuss eines einzelnen Fensters zu machen.

Jan 16

Die Installation neuer Software in Mac OS X ist sehr einfach, funktioniert aber etwas anders als auf anderen Betriebssystemen.

Installation Image

Meist stammt die neue Software aus dem Internet, und für Mac OS X kommt sie in der Regel im DMG-Format. Ein Doppelklick auf die heruntergeladene DMG-Datei öffnet ein Finder-Fenster mit dem Icon der Software und meist noch einigen weiteren. Die DMG-Datei wird dabei wie ein Speichermedium behandelt, weswegen auf dem Desktop ein zusätzliches Icon in Form eines Laufwerks erscheint.

Oft lässt sich die Software direkt durch einen Doppelklick auf ihr Icon starten, aber an dieser Stelle ist die Installation noch nicht abgeschlossen!

Der wichtigste Schritt ist nämlich, das Software-Icon noch auf den Ordner “Programme” (engl.: “Applications”) zu ziehen. Erst damit wird die Installation der Software durchgeführt. Man sieht das meist an einem kleinen Fenster mit einem Fortschrittsbalken, das zeigt, wie die einzelnen Dateien auf die Festplatte des Rechners kopiert werden.

Installation

Nach erfolgreicher Installation kann man das “Installations-Laufwerk” durch einen Rechtsklick auf das Icon und Auswahl des Menüpunkts “… auswerfen” wieder entfernen und die DMG-Datei selbst in den Papierkorb legen.

Ab sofort ist das neue Programm im “Programme”-Ordner zu finden und kann dort durch einen Doppelklick gestartet werden.

Die Deinstallation funktioniert nach dem gleichen Schema: einfach das Icons aus dem “Programme”-Ordner in den Papierkorb ziehen, und sie wird vom Rechner entfernt. Leider werden dabei nicht immer alle installierten Daten entfernt, weshalb es auch spezielle Deinstallationsprogramme gibt, die hier etwas nachhelfen.

Manchmal kommt Software auch mit einem Installationsprogramm, wie man es von Windows kennt. Diese Programme gehen dann die zur Installation der Software nötigen Schritte interaktiv mit dem Benutzer durch. Wenn der Hersteller etwas weiter gedacht hat, liefert er dann auch gleich das passende Deinstallationsprogramm mit.

Installer

Jan 02

Bei meinen Perl-Projekten habe ich einen seltsamen Effekt entdeckt: seit ich auf dem Mac entwickle, schlichen sich in die tar-Archive Dateien ein, die den Namen einer anderen Datei tragen, lediglich mit einem vorangestellten “._”.

Jetzt habe ich das Phänomen genauer untersucht und sowohl Erklärung als auch Lösung gefunden: beim Kopieren von Dateien über Dateisystemgrenzen legt Mac OS diese Spezialdateien an, um Dateisystem-Attribute zu erhalten. Genau ist dies in der Apple-Knowledgebase erklärt.

Um dieses Verhalten beim Bau meiner Perl-Module zu verhindern, kann ich eine Shell-Variable setzen. Wie diese heißt, hängt von der Betriebssystem-Version ab:

  • Tiger: export COPY_EXTENDED_ATTRIBUTES_DISABLE=true
  • Leopard: export COPYFILE_DISABLE=true

Um sie dauerhaft zu setzen, müssen die Shell-Kommandos in die versteckte Datei .bash_profile eingetragen werden.