Letzte Woche kam ich, wie so oft, in meinem Lieblings-Kaffeeladen an und klappte meinen Macbook Pro auf, um etwas Arbeit zu erledigen und dabei einen Chai Latte zu genießen. Leider wurde nichts aus diesem Genuss, denn das Display blieb dunkel.
Geschick im Unglück war, dass direkt nebenan ein Apple-Service-Partner seinen Laden hat. So schlang ich mein Getränk und meinen Kuchen herunter und trug meine tote Technik zur Reparaturannahme. Es stellte sich heraus, dass zum zweiten Mal im Leben des MBP das Logic Board gestorben war und nach drei Tagen Wartezeit hatte ich meinen Laptop funktionsfähig wieder.
Dank AppleCare musste ich für die Reparatur lediglich Geduld aufbringen. Dennoch gab es eine Sache, die mir unangenehm war, und das war die Frage des Servicemitarbeiters nach dem Administrator-Passwort. Ich verstehe natürlich, dass für Reparatur und Test ein Admin-Zugang nötig ist, aber dieses Passwort halte ich sogar vor meiner Freundin geheim, der ich sonst alles anvertraue. Mit diesem Passwort steht schließlich auch meine Dropbox und meine Keychain und damit ein Universum persönlicher Informationen und Kontakte offen.
Um diese Situation in Zukunft zu vermeiden, habe ich jetzt ein Service-Benutzerkonto eingerichtet, dessen Passwort ich ohne schlechtes Gefühl weitergeben kann. Keine bahnbrechende Idee, aber der Clou daran ist, sie umzusetzen, solange der Rechner noch ansprechbar ist!
Dezember 24th, 2009 at 16:40
Bitte wofür brauchen die dein root-Passwort? In der Regel booten die von ner externen Platte.
Ich hätte da keine Passwörter offengelegt. NEVER.
Januar 12th, 2010 at 13:16
Hui, ich leg mir direkt auch mal so ein Service-Konto an.
Würde da mein Passwort sicher nicht offenlegen.
November 9th, 2010 at 20:41
Dachte bis jetzt immer dass die von ner externen Platte booten :/
Werde mir mal so ein Konto anlegen und hoffen dass ich es nie brauchen werde.
November 10th, 2010 at 00:52
Ich würde da auch eher mit cruiser konform gehen – für die Wartung von Hardware-Komponenten ist es in keinem Fall erforderlich, auf dem System des Kunden zu arbeiten, weder und schon gar nicht mit Root-Privilegien, noch mit irgendwelchen obskuren Service-Accounts. Die eigene Maschine mitsamt der darauf enthaltenen Daten kann man nach solch einem Stunt eigentlich nur noch als kompromittiert ansehen, oder sich alternativ jeden Security-Firlefanz bei einem solch sorglosen Umgang ersparen.
In meiner Pre-Apple-Ära schliesslich war es Usus, die Platte vor dem Einschicken des Notebooks zum jeweiligen Service-Partner auszubauen. Platten zum internen Test oder externe Medien schliesslich sollte ein professioneller Dienstleister für diesen Zweck zur Hand haben.
Ernsthaft: Macht das nicht. Ihr könnt nicht wissen, durch welche und wieviele Hände euer “offenes Buch” dann wandert.
November 13th, 2010 at 20:05
Ich sehe das inzwischen auch skeptischer. In den meisten Fällen sollte eine externe Platte für den Test völlig ausreichen.