Mar 31

Mike Gunderloy erklärt in seinem OStatic-Artikel “Open Source Dev on OS X – Why?“, warum auch von Open-Source-Entwickler häufig Mac OS X einsetzen:

  1. Es kommt nicht von Microsoft.
  2. Es ist offen genug.
  3. Es funktioniert einfach.

Ich teile alle drei Argumente.

Das erste mag kindisch klingen, aber ich habe Microsofts Verhalten gegenüber freier Software über die letzten zwei Jahrzehnte verfolgt und entscheide mich aufgrund dieser Geschichte regelmäßig gegen Microsoft-Produkte.

Die Offenheit von OS X ist natürlich nicht mit Linux zu vergleichen, aber dass ein Perl-Interpreter schon mitgeliefert wird und andere Werkzeuge sehr einfach nachzuinstallieren sind, ist einfach einladend. Mein erster Ansatz war, meine Software auf OS X zu programmieren und über den Umweg eines Subversion-Repositorys in einer Linux-VM in Parallels zu testen. Durch MAMP gestaltet sich meine Arbeit aber doch etwas einfacher.

Mike relativiert das “Es funktioniert einfach” selbst, denn auch OS X ist kein Ausbund an Stabilität. Aber es folgt der Maxime “Einfache Dinge sind einfach und schwere Dinge sind möglich”, sodass es die Entwickler-Produktivität spürbar verbessert. Ich habe jahrelang unter Linux entwickelt, bin also beileibe nicht auf ein “idiotensicheres” Betriebssystem angewiesen. Auf diesem Hintergrund kann ich aber mit Überzeugung sagen, dass viele Mac-Werkzeuge (z.B. TextMate) denen unter Linux mindestens ebenbürtig sind.

Sind unter euch Entwickler freier Software? Was macht OS X für euch zu einer guten Entwicklungsplattform?

Mar 30

Jedes Mal, wenn ich wieder in meinen vielen Ordnern nach einer bestimmten Rechnung suche, nehme ich mir vor, meinen Schriftverkehr zu digitalisieren. Bisher fehlte es mir aber an einer effizienten Methode, Dokumente auch dann einfach durch den Scanner zu jagen, wenn sie aus mehreren Seiten bestehen.

Kürzlich fand ich auf macosxhints.com die Lösung: die Kombination eines unscheinbaren Hilfsprogramms mit einer PDF-Merger-Software. Ersteres übernimmt das Einscannen der einzelnen Seiten, die dann durch die zweite digital zusammengefügt werden.

Bei genanntem Hilfsprogramm handelt es sich um eine kleine Anwendung, die mit OS X geliefert wird: “Image Capture”, im deutschen “Digitale Bilder”. Obwohl hauptsächlich für den Zugriff auf Digicams gedacht, nutzt es bei installiertem Scannertreiber auch diesen als Bildquelle.

Dass es jeden Scan zwar auch im PDF-Format, aber immer nur als einzelne Datei ablegen kann, gleicht es durch eine erst auf zweiten Blick mächtige Funktion aus: nach feinster Unix-Manier können wir nämlich über die Option “Autom. Prozess” eine Verarbeitungskette bauen.

Tragen wir hier die vorher installierte Software “Combine PDFs” ein, meldet “Digitale Bilder” dieser jede neu eingescannte Seite. Ist das Dokument komplett digitalisiert, genügt ein Klick auf “Merge PDFs”, um die Einzeldateien zu einem mehrseitigen PDF-Dokument zusammenzufügen.

Vorher können wir sogar noch einige Metadaten hinzufügen:

Combine_PDFs.png

Heute beginnt mein Projekt “Papierloses Büro”. Und ich freue mich darauf, mit Spotlight und Eagle Filer den Papierkrieg am Ende zu gewinnen!

Mar 30

Es scheint, als sei es mit der Sicherheit von Mac OS X nicht allzu weit her. In einem kürzlich abgehaltenen Wettbewerb, bei dem die Sicherheit verschiedener Betriebssysteme auf den Prüfstand kam, wurde ein MacBook Air als Erstes geknackt:

Von den drei zu hackenden Laptops ist als Erstes das MacBook Air mit Mac OS X 10.5.2 den Knackversuchen der Teilnehmer des “PWN to OWN”-Wettbewerbs auf der CanSecWest zum Opfer gefallen. Die Laptops mit Windows Vista SP1 und Ubuntu 7.10 blieben bislang unkompromittiert.

Und leider war dies nicht das erste schwache Abschneiden der Apple-Plattform:

Bereits vergangenes Jahr gelang es Hackern, ein vollständig gepatchtes MacBook Pro mit Mac OS X 10.4.9 zu knacken.

Es mag tatsächlich sein, dass die Motivation, das “Opfer” mitnehmen zu dürfen, dem Macbook Air mit zum Verhängnis wurde. Apple wird sich aber auf jeden Fall (weiter) anstrengen müssen, wenn der Sicherheitsaspekt die Vorteile seiner Rechner nicht nivellieren soll.

Mar 30

Wer wie ich viele Texte auf Englisch schreibt, braucht ein gutes Wörterbuch. Für Blogger bieten sich Online-Angebot wie LEO oder dict.cc an. Nun bin ich aber oft unterwegs und habe nicht immer die Gelegenheit oder Lust, per UMTS online zu gehen, nur um ein Wort nachzuschlagen.

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich heute auf das dict.cc Dictionary Plugin gestoßen bin. Es integriert einen Datenabzug des dict.cc-Wörterbuchs in das Mac-Dictionary und ist daher offline anwendbar. Der schnelle Zugriff über Quicksilver oder LaunchBar macht es einfach und komfortabel, auch offline schnell mal eine Übersetzung nachzuschlagen. Sehr empfehlenswert!

Mar 28

Bei einem Streifzug durch die Download-Abteilung auf der Appleseite bin ich auf zwei kleine Programme gestoßen: Caffeine und SuperDocker.

Caffeine setzt die Energiespar-Einstellungen außer Kraft – mag im ersten Moment völlig absurd erscheinen, aber ich bin sicher ich bin nicht die Einzige die ab und an beim Videogucken auf Youtube von ihrem Bildschirmschoner unterbrochen wird. Zugegeben, der kommt bei mir relativ früh, aber es gibt auch andere Situationen wo man das alles grad einfach nicht brauchen kann. Caffeine sitzt als kleine Kaffeetasse oben im Menü und mit einem Klick kann man die Funktion an und ausschalten.

SuperDocker lässt einen das Dock und diverse andere Kleinigkeiten wie zum Beispiel das Hintergrundbild auf dem Anmeldeschirm anpassen. So kann man zum Beispiel die kleinen hellblau leuchtenden Punkte im Dock unter aktiven Programmen wieder gegen die kleinen Pyramiden austauschen die man von Tiger kennt. Die habe ich vermisst, weil man sie soviel besser gesehen hat. Auch kann man das Dock von 3D auf 2D umschalten, ihm einen anderen Hintergrund verpassen und vieles mehr.

Beide Programme laufen mit PPCs und Intel-Macs und unter Tiger und Leopard.

Mar 21

Erst in den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass die vielen kleinen Textblasen nicht mehr auf dem Desktop erscheinen, mit denen Growl mich immer über bestimmte Ereignisse informierte. Andererseits ließen sie sich in ganz seltenen Fällen doch noch blicken. Es konnte also nicht daran liegen, dass Growl gar nicht mehr funktioniert.

Heute habe ich mir mal die Zeit genommen, das Problem genauer zu untersuchen. Dabei bin ich auf einen Blogeintrag gestoßen, der das Rätsel löste: Logitech Control Center disables Growl notifications.

Tatsächlich hatte ich kürzlich für meinen neuen Logitech-Trackball das LCC installiert. Offenbar blieben seitdem die Growl-Meldungen weitgehend aus. Das LCC installiert einen Input Manager, der irgendwie die Funktion von Growl einschränkt.

Abhilfe schuf das Terminal-Kommando

rm -r "/Library/InputManagers/LCC Scroll Enhancer Loader"

Jetzt füllen Twitterific und Co. wieder meinen Desktop.

Update: Die Growl-Entwickler haben eine ausführliche Erklärung der Hintergründe.

Mar 20

Meine letzte “DATA BECKER”-Publikation habe ich vor über 20 Jahren in meiner Commodore-Phase gekauft, aber heute hab ich mal wieder 7,80 € investiert. In der neuen “MAC Praxis”, Ausgabe 01/08, findet sich der Grund, warum ich heute lächelnd Zug fuhr, obwohl ich im überfüllten ICE stehen musste.

Die MAC Praxis widmet sich in dieser Ausgabe den Umsteigern, die Windows hinter sich lassen wollen, und gibt ihnen wertvolle Tipps für alle möglichen Situationen und Anwendungsgebiete.

Mein Dank gilt meinem Kollegen Sven, der mich nicht nur darauf hinwies, dass auf Seite 16 das Mein-Neuer-Mac-Blog im Rampenlicht steht, sondern auch darauf, dass ich auf dem Foto fünf Kilo leichter aussehe als heute.

Danke, Sven, vielen Dank. Ich wünsche dir, wie allen Lesern des Blogs und meinen Coautoren Diana und Martin, frohe Ostern!

Update: Ich habe den betreffenden Ausschnitt eingescannt. Na, welche Argumente findet ihr besser? ;-)

JochenProLeopard

Mar 19

Bei mir schnurrt seit letzter Woche auch der Leopard unter der Haube. Für mich war das das aller erste Mac-Betriebssystem-Upgrade, und ich war – geschädigt durch diverse Windows- und Linuxerlebnisse – dementsprechend nervös. Zugegeben – ich habe immer nur Rechner neu aufgesetzt, nie ein bestehendes Betriebssystem upgegradet, deswegen weiß ich nicht ob das bei anderen Systemen auch so angenehm einfach und aufregungslos läuft. Ich habe die DVD ins Laufwerk gesteckt, Hobbes ((Mein iBook G4 hört auf den klangvollen Namen des weltberühmten Cartoontigers…)) ca. 1,5h Stunden sich selbst überlassen ((Und die Zeit zu einem Nickerchen genutzt…)) und danach hatte ich oberflächlich betrachtet immernoch den selben Rechner. Selbst meine Desktop-Tapete war noch da. Die Optik hatte sich etwas geändert, aber ansonsten fühlte ich mich gleich zu Hause.

Von den 300 oder so neuen Features habe ich bisher wohl nur einen Bruchteil ausprobiert. Mir gefällt bisher außerordentlich gut:

  • die Notizfunktion in Mail
  • Time Machine
  • das "Briefpapier"
  • die Stapelfunktion für das Dock
  • dass Hobbes jetzt tatsächlich einen Tick schneller ist als vorher
  • die neue "Übersicht"-Funktion im Finder

Etwas unschlüssig bin ich gegenüber:

  • den Spaces – kannte ich zwar schon von Linux, aber finde ich etwas anstrengend
  • Coverflow im Finder – für iTunes klasse, aber wer hat schon so tolle Demoordner wie Apple?
  • dem neuen Look vom Dock… ich will die kleinen schwarzen Pfeilchen wiederhaben

Wirklich was zu meckern habe ich nicht. Ich bin allerdings auch kein überkritischer Mensch. Und was gefällt euch an Leopard, was gefällt euch nicht? Ist es nur ein aufpolierter Tiger?