Auch wenn man es sich gut überlegt, bevor man ein System so unwiderruflich wechselt, wie ich das vor bald 2 Jahren getan habe1 – es gibt immer irgendetwas, womit man nicht rechnet. Man zerbricht sich viele eher den Kopf darüber, ob man für all die Software auch Ersatz findet, ob die Hardware-Peripherie auch läuft, etc. Dabei sind es die Kleinigkeiten, die man unterschätzt. Und wirklich drauf vorbereitet werden kann man auch nicht, da Menschen höchst unterschiedlich sind. Ich will trotzdem von meinen Umstellungsschwierigkeiten erzählen.
Das größte Problem hatte ich damit, dass auf einmal keine Taskleiste mehr da war, in der ich meine Fenster gefunden habe. Und dass es keinen Knopf gab, mit dem man alle Fenster klein machen konnte. Ich hätte nie gedacht, dass mir gerade so eine Kleinigkeit fehlen würde, aber mittlerweile habe ich mich an Exposé gewöhnt und mir sensible Ecken eingerichtet. Witch und Alt+Tab2 erfüllen ebenfalls ihren Zweck, um sich am Anfang umzugewöhnen. Völlig überfordert fühlte ich mich in der ersten Zeit auch damit, dass alles ein extra Fensterchen war. Und dass man teilweise auch erst in dieses Fenster reinklicken muss, damit man dort was machen kann. Bei Photoshops Werkzeugleiste hat mich das fast in den Wahnsinn getrieben. Irgendwann habe ich mich aber auch daran gewöhnt und den Fensterwald gezähmt.
Womit ich zu meinem Erstaunen weniger Probleme hatte, war das leicht andere Tastatur-Layout, die anderen Short-Cuts3, und dass ich nur noch eine einzelne Maustaste hatte.
Man braucht einfach so seine Zeit, bis man das Windows-Denken abgelegt und sich ein neues Mac-Denken zugelegt hat. Und das geht länger als das reine Begreifen der neuen Bedienung. Wenn man jahrelang Dinge in einer bestimmten Weise gemacht hat, dann legt man dies nicht von heute auf morgen ab – besonders wenn man erst herausfinden muss, dass es bei einem Mac auch viel einfacher geht. Ich glaube ich habe selbst jetzt noch einige Windows-Unarten.
Und womit hattet ihr so eure Probleme?
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Januar 9th, 2008 at 05:57
Ich habs mir eigentlich schwerer vorgestellt. Witch und die Ecken haben mir auch geholfen.
Was ich auch gern nutze ist die Hide-Funktion oder man minimiert ins Dock (wenn man was unten braucht) …
Und das ist auch das coole beim Mac. Man hat eigentlich viel mehr Möglichkeiten, gerade in diesen kleinen Dingen.
Der entscheidene Hilfsfaktor der Windows tausendmal überbietet ist für mich Quicksilver.
Hab jetzt eher Schwierigkeiten auf Windows oder einem Mac ohne QS klar zu kommen. Wobei man da ja bei einem Mac schnell Abhilfe schaffen kann.
Januar 9th, 2008 at 07:58
Auch als hartgesottener Mac-User fand ich die Ein-Tasten-Maus immer ein Handicap. Rechte Maustaste und Scrollrad möchte ich auch am Mac nicht missen.
Januar 9th, 2008 at 10:26
Na, ich nutze den Mac auch erst seit kurzer Zeit vermisse aber dank SteerMouse bei meiner Mightymouse keine rechte Maustaste mehr
Januar 10th, 2008 at 09:44
Das Tatstatur-Layout macht mich kirre und führt auch nach knapp 3 Jahren Mac immer noch zu “Fehlgriffen”. Da ich auf der Arbeit XP verwende, muss ich mich in beiden Welten zurecht finden. Was mich dabei am allermeisten stört:
Das war’s aber auch schon, was mich am Mac wirklich stört.
Januar 10th, 2008 at 02:07
@mat Ich finde das mit dem Umbennen unglaublich praktisch, aber ich habe auf Win Dateien auch nie mit Return gestartet, insofern war da kein Umgewöhnen nötig.
Wenn ich an einem Windowsrechner sitze, hat der ein Schweizer Tastaturlayout, und da ist dann noch mal alles anders. Da ist das @ auf der 2… und sämtliche Satzzeichen außer Punkt und Komma auch nicht da wo man sie erwartet. Da hilft mir manchmal nur noch das Adler-Suchsystem.
@Holger Hm, dank dieser tollen Zwei-Finger-Scroll-Methode auf dem Trackpad hab ich eher selten das Bedürfnis meine Scroll-Rad-Maus anzuschließen. An einem Nicht-Laptop wäre das aber wahrscheinlich anders.
@Christian Lustig, Minimieren benutze ich gar nicht mehr – und es macht mich immer wahnsinnig, wenn mein windowsnutzender Freund mir alle Fenster am Mac klein macht. So ändern sich Gewohnheiten.
Januar 16th, 2008 at 02:09
Mein größtest Problem ist, das sich die Menüs zu den einzelnen Programmen nicht im dazugehörigen Fenster befinden, sondern oben.
Das ist bei einem 2-Bildschirmbetrieb ganz schön lästig.
(Programm auf Monotor 2 anklicken und in Monitor 1 das Menü auswählen.)
ALT-GR-L ist bei mir auch ärgerlich.
Schlimmer ist jedoch die immer währende Suche nach {}, | , ~ [], die man für’s Programmieren täglich braucht. Bei einer Windows-Tatsatur sind sie leicht zu finden, da sie abgebildet sind. Warum nicht auf dem MAC? Alleine | braucht man sehr oft im Terminal …