Jan 25

Nachdem die interne Festplatte meines Mac Mini langsam wirklich aus allen Nähten platzte, habe ich mir letzte Woche ein USB-Gehäuse für die 160GB-Platte, die ich noch rumliegen hatte, zugelegt und die beiden gestern abend zusammengebaut und angeschlossen.

Den größten Platz auf der Mac-Platte nahm meine iTunes-Bibliothek ein, deshalb war klar, dass diese als erste Maßnahme auf die neue USB-Platte verlagert würde.

Im Web fand ich zwei Vorgehensweisen, wie diese Verlagerung durchgeführt werden kann. Die eine nutzt in iTunes integrierte Verwaltungsfunktionen, bei der anderen werden die Dateien manuell kopiert. Am Ende musste ich beide kombinieren. Zu beachten ist, dass beide Varianten davon ausgehen, dass alle Dateien unter der Kontrolle von iTunes stehen und im Ordner “iTunes Music” (unterhalb des Ordners “Musik/iTunes”) zu finden sind.

Der erste Schritt ist in beiden Fällen, den neuen Ort für “iTunes Music” festzulegen. Das geschieht im Einstellungs-Dialog (Menü “iTunes” → Einstellungen) im Abschnitt “Erweitert”, Sektion “Allgemein”, “Speicherort für ‘iTunes Music’”. Dort wird der neue Ordner festgelegt, der mehr Platz für Musik bietet. Beim Verlassen des Dialogs richtet iTunes die neue Datenbank ein.

iTunes Preferences

Vorgehensweise Nr. 1 nutzt nun den Menüpunkt “Erweitert” → “Bibliothek zusammenlegen”, der nach einer Sicherheitsabfrage beginnt, die Musikdateien an den neuen Ort zu kopieren.

iTunes-Konsolidierung

Leider brach diese Funktion bei mir mehrfach ab, sodass ich die Aktion mit Variante 2 zu Ende brachte: man beendet iTunes und kopiert den Ordner “iTunes Music” manuell auf die neue Platte.

Sind alle Dateien erfolgreich kopiert, was durch einen Neustart von iTunes geprüft werden sollte, kann man den originalen Order “iTunes Music” in den Papierkorb legen. Zuerst hab ich hier den Fehler gemacht, den ganzen Ordner “iTunes” unterhalb “Musik” zu löschen, aber damit hatte ich auch die Verwaltungsdateien entfernt, sodass iTunes danach gar nicht mehr funktionierte. Es darf definitiv nur der Ordner “iTunes Music” mit den Verzeichnissen der Künstler in den Papierkorb gelegt werden! Frei wird der Plattenplatz natürlich erst, wenn der Papierkorb auch geleert wird.

Bei mir waren anschließend wieder gut 40 GB auf der Systemplatte frei. Jetzt kann ich endlich wieder ein paar virtuelle Parallels-Maschinen anlegen.

Jan 17

Einen Bildschirmabzug zu machen, erfordert auf dem Mac nur eine Tastenkombination:

  • Den ganzen Bildschirm fotografiert man mit Command+Shift+3.
  • Mit Command+Shift+4 kann man einen rechteckigen Teil des Bildschirms einfangen. Der Mauszeiger wird zu einem Fadenkreuz, mit dem man den gewünschten Bereich durch Klicken und Ziehen mit der Maus auswählen kann.

Das Bild wird als Grafikdatei auf dem Desktop abgelegt. Man braucht also keine zusätzliche Software, um Bildschirmfotos anzufertigen.

Es gibt aber ein Programm, das das Nachbearbeiten von Screenshots vereinfacht: Vor allem bei vielfarbigem Hintergrund fällt zum Beispiel das Freistellen eines Fensters recht schwer. Abhilfe schafft Backdrop. Dieses kleine Programm macht nicht mehr, als ein bildschirmfüllendes Fenster zu öffnen, dessen Farbe man selbst bestimmen kann. So stellt es den idealen Hintergrund zur Verfügung, um einen Schnappschuss eines einzelnen Fensters zu machen.

Jan 17

Der Desktop von OS X ist nett anzuschauen und Funktionen wie Exposé helfen, ihn komfortabel zu nutzen. Aber dass er das Optimum noch nicht ganz erreicht hat, merkt man spätestens dann, wenn man folgende Anwendungen installiert:

  1. QuickSilver — ermöglicht es, Programme und Dateien zehnmal schneller zu finden als mit der Maus. QuickSilver ist es wert, bald einen eigenen Artikel darüber zu schreiben.
  2. Virtue Desktops — verwaltet mehrere Desktops, auf die man seine Fenster (auch automatisch) verteilen kann.
  3. Growl — zeigt kurze Benachrichtigungen über Ereignisse an; wird von erstaunlich vielen Programmen unterstützt. Growl informiert zum Beispiel, wenn Freunde per Instant Messaging erreichbar sind oder ein Cyberduck-Upload fertig wird.
  4. Butler — verknüpft Funktionen mit Menüeinträgen, Tastenkombinationen, Klicks auf Fensterecken und anderen Ereignissen.
  5. Camouflage — entfernt für mehr Überblick alle Icons vom Desktop
  6. Coconut Battery — Batterieanzeige für MacBooks
  7. Backdrop — überdeckt den ganzen Bildschirm mit einer beliebigen Farbe, z.B. um saubere Screenshots machen zu können.

(Weitere nützliche Desktop-Ergänzungen sammle ich auf del.icio.us.)

Mindestens QuickSilver und Growl sind Anwendungen, die man einfach haben muss! Welche noch?

Jan 16

Wie die Mac News berichten, wurde das auf Linux weitverbreitete K Desktop Environment (KDE) in der kommenden Version 4 so plattformunabhängig gestaltet, dass KDE-Anwendungen direkt für OS X und Cocoa gebaut werden können.

Anders als bei manchen früheren Anwendungen wie “The GIMP”, die von Linux auf Mac OS portiert wurden, ist das X Window System (X11) für KDE-Anwendungen nicht notwendig — KDE/Mac-Applikationen fügen sich also nahtlos in die OS-X-Umgebung ein.

Nachdem mit Safari also bereits erste KDE-Fragmente auf dem Mac eher im Verborgenen aufgetaucht waren, wird in naher Zukunft mit einigen größeren KDE-Anwendungen wie KOffice oder Inkscape zu rechnen sein, die die Mac-Applikationslandschaft sichtlich bereichern werden.

Jan 16

Die Installation neuer Software in Mac OS X ist sehr einfach, funktioniert aber etwas anders als auf anderen Betriebssystemen.

Installation Image

Meist stammt die neue Software aus dem Internet, und für Mac OS X kommt sie in der Regel im DMG-Format. Ein Doppelklick auf die heruntergeladene DMG-Datei öffnet ein Finder-Fenster mit dem Icon der Software und meist noch einigen weiteren. Die DMG-Datei wird dabei wie ein Speichermedium behandelt, weswegen auf dem Desktop ein zusätzliches Icon in Form eines Laufwerks erscheint.

Oft lässt sich die Software direkt durch einen Doppelklick auf ihr Icon starten, aber an dieser Stelle ist die Installation noch nicht abgeschlossen!

Der wichtigste Schritt ist nämlich, das Software-Icon noch auf den Ordner “Programme” (engl.: “Applications”) zu ziehen. Erst damit wird die Installation der Software durchgeführt. Man sieht das meist an einem kleinen Fenster mit einem Fortschrittsbalken, das zeigt, wie die einzelnen Dateien auf die Festplatte des Rechners kopiert werden.

Installation

Nach erfolgreicher Installation kann man das “Installations-Laufwerk” durch einen Rechtsklick auf das Icon und Auswahl des Menüpunkts “… auswerfen” wieder entfernen und die DMG-Datei selbst in den Papierkorb legen.

Ab sofort ist das neue Programm im “Programme”-Ordner zu finden und kann dort durch einen Doppelklick gestartet werden.

Die Deinstallation funktioniert nach dem gleichen Schema: einfach das Icons aus dem “Programme”-Ordner in den Papierkorb ziehen, und sie wird vom Rechner entfernt. Leider werden dabei nicht immer alle installierten Daten entfernt, weshalb es auch spezielle Deinstallationsprogramme gibt, die hier etwas nachhelfen.

Manchmal kommt Software auch mit einem Installationsprogramm, wie man es von Windows kennt. Diese Programme gehen dann die zur Installation der Software nötigen Schritte interaktiv mit dem Benutzer durch. Wenn der Hersteller etwas weiter gedacht hat, liefert er dann auch gleich das passende Deinstallationsprogramm mit.

Installer

Jan 14

Anwendungen, die man unbedingt anschauen sollte, wenn man viel im Internet unterwegs ist:

  1. Safari — Apples hauseigener Browser
  2. Firefox — der führende freie Webbrowser
  3. Apple Mail — in OS X integrierte E-Mail-Software
  4. Adium — Chatprogramm für ICQ, Jabber, MSN und andere
  5. Cyberduck — Dateitransfer per FTP und SSH
  6. Vienna — Newsreader für RSS-Feeds
  7. Skype — komfortable VOIP-Software mit Chatfunktion
  8. Azureus — Bittorrent Client
  9. TeamSpeex — TeamSpeak-kompatible VOIP-Software, speziell für Onlinespiele
  10. Google Notifier for Mac — Zeigt neue Mails und kommende Termine in Googles Mailsystem bzw. Kalender auf dem Desktop an

(Weitere Links zu nützlichen Internet-Anwendungen sammle ich auf del.icio.us.)

Was sind denn eure Lieblingsanwendungen fürs Internet?

Jan 13

Es ist ein Naturgesetz: Egal, wie groß ein Bildschirm ist, er wird im Laufe der Zeit mit immer mehr Fenstern gefüllt werden. Und weil die sich meist überlappen, ist man gezwungen, ständig mit der Tastenkombination Apfel-Tab die laufenden Anwendungen abzuklappern.

Hier hilft die Exposé-Funktion. In den Systemeinstellungen kann ihr unter “Dashboard und Exposé” eine Taste zugeordnet werden. Standardmäßig ist das F9, und drückt man sie, erzeugt Mac OS verkleinerte Abbildungen aller Fenster und rückt die so auseinander, dass alle auf einmal sichtbar sind.

Expose

Mit einem Klick auf das gewünschte Fenster bekommt man die normale Desktop-Ansicht wieder, findet die gewählte Anwendung aber direkt im Vordergrund. So sind auch 10 oder mehr gleichzeitig offene Fenster ohne viel Getippe zu beherrschen.

Eine Alternative zu einem einzigen vollen Desktop sind mehrere virtuelle Desktops, zwischen denen man umschalten kann. Auch darüber werde ich in Kürze schreiben.

Jan 12

Dies ist nun Mein-Neuer-Mac-Blog! Herzlich willkommen!

Zwiebelfisch und Deppenleerzeichen.de werden nicht müde, zu erklären, dass das richtige Setzen von Bindestrichen für das richtige Verständnis der deutschen Sprache wichtig ist. Dieses grammatikalische Thema gilt auch für mein jüngstes Projekt, diese Website, denn sie ist gleichzeitig

  • mein neuer Mac-Blog, schließlich ist sie kaum ein paar Stunden alt und wird sich mit Apple-Computern beschäftigen.
  • ein “Mein neuer Mac”-Blog, denn ihre Zielgruppe sind frischgebackene Mac-Besitzer.

Kombiniert man diese Überlegungen, führt das zum Titel Mein-Neuer-Mac-Blog. (Gut, zumindest mich führte es dorthin. Ich liebe es einfach, mit Sprache zu spielen — eine meiner Motivationen als Blogger.)

Den Anstoß zu diesem Blog gab mir Robert Basic, als er feststellte:

> es gibt klasse Blogs da draussen, auch in D, die das eh tausend Mal besser machen, Ihr kennt sie alle, allerdings vernachlässigen all diese Blogs die Umsteiger und Einsteiger, schade…

Höchste Zeit also, Mac-Neulingen den Einstieg in die wunderbare Welt der Apple-Rechner noch mehr zu erleichtern. Gegenüber den Mac-Veteranen habe ich den Vorteil, dass ich denen, die diese Woche erst ihren ersten Mac gekauft haben, nur ein paar Monate voraus bin. Diese Zeitspanne ist lange genug, um wichtige Erfahrungen gesammelt zu haben, aber kurz genug, um die Beginner-Probleme noch gut zu kennen.

Aber genug der einleitenden Worte. Ich grüße die stetig wachsende Gemeinde der Mac-Benutzer und wünsche viel Spaß mit dem Mein-Neuer-Mac-Blog!

Jan 02

Bei meinen Perl-Projekten habe ich einen seltsamen Effekt entdeckt: seit ich auf dem Mac entwickle, schlichen sich in die tar-Archive Dateien ein, die den Namen einer anderen Datei tragen, lediglich mit einem vorangestellten “._”.

Jetzt habe ich das Phänomen genauer untersucht und sowohl Erklärung als auch Lösung gefunden: beim Kopieren von Dateien über Dateisystemgrenzen legt Mac OS diese Spezialdateien an, um Dateisystem-Attribute zu erhalten. Genau ist dies in der Apple-Knowledgebase erklärt.

Um dieses Verhalten beim Bau meiner Perl-Module zu verhindern, kann ich eine Shell-Variable setzen. Wie diese heißt, hängt von der Betriebssystem-Version ab:

  • Tiger: export COPY_EXTENDED_ATTRIBUTES_DISABLE=true
  • Leopard: export COPYFILE_DISABLE=true

Um sie dauerhaft zu setzen, müssen die Shell-Kommandos in die versteckte Datei .bash_profile eingetragen werden.